Arbeit

Wer nicht aus Angst arbeitet, arbeitet besser.

In Debatten um das Bedingungslose Grundeinkommen geht es oft um potentielle Arbeitsmarkteffekte: Hören Menschen auf zu arbeiten? Oder reduzieren sie zumindest ihre Stunden? Die Studienergebnisse zeigen: Niemand hört auf, aber viele fangen neu an.

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Alle arbeiten weiter

Anders als oft behauptet, ist der Bezug von Bedingungslosem Grundeinkommen für die Studienteilnehmenden kein Grund, ihre Arbeit aufzugeben: Der Anteil von Menschen in Arbeit ist und bleibt in beiden Forschungsgruppen nahezu deckungsgleich. Auch bei den geleisteten Arbeitswochenstunden zeigt sich kaum eine Veränderung. Im Schnitt arbeiten die Studienteilnehmer*innen mit Grundeinkommen 39 Stunden pro Woche in Lohnarbeit, also eine Stunde weniger als jene ohne Grundeinkommen.

Mit Grundeinkommen arbeiten die Studienteilnehmer*innen im Schnitt eine Stunde weniger Lohnarbeit. Häufig geschieht dies mit dem Ziel, sich weiterzubilden, weniger Fahrtwege zu haben.

Darüber hinaus berichten die Studienteilnehmenden mit Grundeinkommen, dass sie durch das Grundeinkommen über 5 Stunden pro Woche mehr für soziale Kontakte, Schlaf und Sport haben. (Mehr dazu unter dem Punkt Selbstbestimmung). Mit im Schnitt einer Stunde weniger Erwerbsarbeit gewinnen sie also durchschnittlich über 5 Stunden Zeit, die sie in sich und andere investieren können.

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Mehr Jobwechsel

Innerhalb der dreijährigen Studienlaufzeit wechselt ein deutlich größerer Teil der Grundeinkommensgruppe seinen Job als in der Vergleichsgruppe. Das sind vor allem Wechsel bei bestehenden Arbeitgeber*innen. Diese Jobveränderungen setzen ungefähr in den ersten 1,5 Jahren des Auszahlungszeitraums ein.

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Mehr Zufriedenheit im Arbeitsleben

Nach 1,5 Jahren Studienlaufzeit sind Menschen mit Grundeinkommen sehr viel zufriedener mit ihrem Arbeitsleben. Egal ob sie den Job gewechselt haben oder nicht.

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Mehr Weiterbildung

Neben vermehrten Jobwechseln zeigen die Studiendaten auch, dass sich die Grundeinkommensgruppe verstärkt ihrer Weiterbildung widmete. So stieg hier der Anteil derjenigen, die ein Studium aufnahmen, gegenüber der Vergleichsgruppe deutlich an.

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Mehr Zufriedenheit mit dem Einkommen

Die Zufriedenheit mit dem Einkommen ist in der Grundeinkommensgruppe durchgehend signifikant besser als in der Vergleichsgruppe. Dass Menschen mit Grundeinkommen zufriedener mit ihrem Einkommen sind, liegt auf der Hand – sie haben ja auch mehr zur Verfügung. Das zeigt, dass das Grundeinkommen in der Studie tatsächlich einen messbaren Unterschied macht und die Methode funktioniert.

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Weitere Effekte

Selbstbestimmung

In der eigenen Unabhängigkeit gestärkt: Die Studienergebnisse belegen, dass ein Grundeinkommen zu mehr selbstbestimmten Entscheidungen führt. Besonders bei einer Gruppe.

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Wohlbefinden

Geld macht nicht glücklich? Die Forschung zeigt, dass Grundeinkommen signifikante Effekte auf die Zufriedenheit und mentale Gesundheit der Studienteilnehmer*innen hat.

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Finanzen

Die Studie zeigt: Grundeinkommen führt bei den Empfänger*innen zur Erfüllung materieller Bedürfnisse und aktivem Vermögensaufbau. Das Geld setzen sie aber nicht nur für sich selbst ein.

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